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Kondome: Häufige Fragen

Im Folgenden werden einige häufig gestellte Fragen in Zusammenhang
mit dem Kondom beantwortet.
Da wir hier natürlich nicht alle Ihre Fragen aufgreifen können, bieten wir
Ihnen die Möglichkeit an, uns weitere Fragen per eMail zuzusenden. Wir
werden Ihre Fragen mit der entsprechenden Antwort entweder auf un-
serer Website darstellen, oder Ihnen die Antwort per eMail zurücksenden.

Sind Kondome sicher?

Bei richtiger Verwendung sind Kondome die sicherste Methode der Em-
pfängnisverhütung. Darüber hinaus sind Kondome der einzige wirkliche
Schutz gegen die Übertragung von Geschlechtskrankheiten und Infek-
tionen, wie zum Beispiel dem HIV Virus.
Für die richtige Anwendung von Kondomen lesen Sie bitte die Rubrik "Die
Anwendung".

Wann muss ein Kondom angelegt werden?

Ein Kondom kann erst im erigierten Zustand des Penis übergestreift wer-
den. Doch auch bis es soweit ist, ist Vorsicht geboten. Denn auch ohne
Samenerguss (Orgasmus) kann Samenflüssigkeit aus dem Penis austre-
ten. So spricht man in der Literatur oft von dem sogenannnten "Geilheits-
tropfen", der oftmals bei starker Stimulation des Penis austritt. Auch darin
sind bereits jede Menge Samen enthalten, die zu einer ungewünschten
Schwangerschaft führen können.
Deshalb: Berühren Sie niemals mit dem Penis die Scheide bevor das
Kondom übergestreift ist!

Wie wird ein Kondom benutzt?

Sie sollten Kondome immer in greifbarer Nähe haben. Nichts macht beim
Liebesspiel die Stimmung mehr kaputt, als die umständliche Suche nach
einem Kondom, wenn es dann endlich zur Vereinigung kommen soll.

So geht es richtig:

* Kondomverpackung aufreissen, doch Vorsicht: Das Kondom darf nicht
durch scharfe Gegenstände oder Fingernägel beschädigt werden!
* Reservoir zwischen Damenund Zeigefinger halten
* Mit der anderen Hand die Vorhaut ganz zurückziehen
* Kondom vollständig über den Penis abrollen
* Im Resrvoir darf keine Luft sein

Lesen Sie hierzu auch die Beschreibung unter der Rubrik "Die Anwendung".
Eine besonders lustvolle Variante ist es, wenn die Partnerin das Kondom
überstreift, oder zumindest dabei hilft. Probieren Sie es aus!

Kondom abgerutscht oder geplatzt?

Wenn ein Kondom beim Liebesspiel vor der Ejakulation (Samenerguss)
vom Penis abrutscht, kann es daran gelegen haben, dass das Kondom
nicht weit genug am Penis abgerollt wurde, oder der Penis ist vorzeitig
erschlafft (Erketionsverlust bei Stimmungsabfall, z.B. durch eine Störung
durch andere Personen). Das Erschlaffen des Penis nach dem Samener-
guss ist dagegen völlig normal. Aber auch dabei kann das Kondom vom
Penis abrutschen. Deshalb halten Sie das Kondom beim Rausziehen des
Penis aus der Scheide gut fest.
Im Falle eines geplatzen Kondoms oder bei einem unbeabsichtigten Ab-
rutschen des Kondoms sollte die Partnerin sicherheitshalber spätestens
am nächsten Morgen zum Arzt gehen. Der Arzt wird Sie dann weiter be-
raten und Ihnen möglicherweise mit der "Pille danach" weiterhelfen.

Wohin mit benutzten Kondomen?

Beim Rausziehen des Penis aus der Scheide müssen Sie das Kondom gut
am Penis festhalten. Achten Sie darauf, dass dabei keine Samenflüssig-
keit ausläuft. Anschließend ziehen Sie das Kondom langsam und behut-
sam vom Penis ab und wickeln es in Papier ein. So eingewickelt können
Sie das Kondom (unauffällig) im Papierkorb/Abfalleimer entsorgen. Auf
keinen Fall darf das Kondom in der Toilette entsorgt werden!!
Und ganz wichtig: Gründliches Hände- und Peniswaschen nicht vergessen!

Gibt es ein Verfallsdatum bei Kondomen?

Ja, das gibt es! Deshalb achten Sie bitte immer auf das Verfallsdatum.
Das Datum ist auf jeder einzelnen Kondomverpackung aufgedruckt. Zu-
mindest verlangt das so der Gesetzgeber. Bei Kondomen mit Gütesiegeln
ist das Verfallsdatum aber auf jeden Fall vorhanden. Kondome halten
bei kühler Lagerung in etwa 4 Jahre ab dem Datum der Herstellung (nicht
Kaufdatum!). Nach Ablauf der Verfallsfrist sollten Sie das Kondom nicht
mehr benutzen. Ganz wichtig: Kondome sind nur dann haltbar, wenn sie
richtig aufbewahrt werden. Auf keinen Fall dürfen Sie Kondome an heißen
Stellen oder in der Sonne aufbewahren. Die Kondome können austrock-
nen, brüchig und porös werden.

Können Kondome mehrfach benutzt werden?

Auf gar keinen Fall dürfen Sie Kondome mehrfach verwenden. Sogar wenn
Sie das Kondom einmal mit falschen Seite (also der Außenseite) auf die
Penisspitze aufgesetzt haben, sollten Sie schon ein neues Kondom ver-
wenden. Schließlich geht es um die sichere Empfängnisverhütung und den
Schutz vor Krankheiten und nicht darum Geld für ein Kondom zu sparen!!

Gleiten Ihre Kondome nicht so richtig?

Bei einigen Paaren tut die Benutzung von Kondomen beim Geschlechtsakt
weh. Normalerweise entwickelt die Frau in der Erregung genug Feuchtig-
keit in der Scheide, die wie ein natürliches Gleitmittel wirkt. Allerdings
gibt es zahlreiche Frauen, die ncht genug Feuchtigkeit entwickeln. Dann
kann die Reibung natürlich Schmerzen verursachen und damit die Lust
am Sex gründlich zunichte machen.
Für solche Fälle gibt es Kondome mit einer "feuchten" Beschichtung,
die das Eindringen in die Scheide deutlich vereinfachen. Sie können
natürlich auch Gleitmittel verwenden. Dabei sollten Sie aber darauf ach-
ten, dass Sie Gleitmittel verwenden, die auch für die Verwendung mit
Kondomen geeignet sind. Andere Gleitmittel können das Latex des Kon-
doms angreifen und damit brüchig und durchlässig machen.
Da der After keine eigene Feuchtigkeit erzeugt, sollten beim Analverkehr
grundsätzlich Kondome mit einer speziellen Beschichtung oder Kondome
mit Gleitmitteln verwendet werden.

Störfaktor Kondom?

Oft erzählen meist jüngere Männer, dass sie das Kondom als störend beim
Geschlechtsverkehr empfinden. Die einen sagen, das Kondom sei zu eng,
die anderen sagen, dass sie nur sehr wenig oder sogar überhaupt
nichts empfinden können. Das sind alles gute Argumente.
Allerdings ist es bei Kondomen wie bei fast allen anderen Sachen. Übung
macht den Meister. Die Handhabung wird sicherer und einfacher, je häu-
figer Sie Kondome verwenden. Darüber hinaus gibt es inzwischen so
viele verschiedene Größen und Formen, dass beinahe allen Empfindun-
gen entsprochen wurde. Es gibt Kondome in Übergrßsse, sehr kleine Kon-
dome, Kondome mit sehr dünner Haut für optimales Lustempfinden u.s.w.
Es kommt also auf die richtige Auswahl der Kondome an und natürlich auf
die richtige Handhabung.
Für zahlreiche Paare gehört das Kondom heute einfach zum Liebesspiel
dazu. Das Überstreifen des Kondoms wird lustvoll in das Vorspiel inte-
griert.

Sind Kondome absolut sicher?

Eine absolute Sicherheit gibt es nur, wenn Sie völlig auf die Berührung
Ihrer primären Geschlechtsteile verzichten und absolut enthaltsam leben!
Doch wer möchte das schon?
Bei richtiger Handhabung ist jedoch das Kondom die sicherste Methode,
die es gibt. Und: Kondome sind der einzige Schutz, der nicht nur eine un-
gewollte Schangerschaft verhindern kann, sondern gleichzeitig vor Infek-
tionen und Geschlechtskrankheiten schützt. Das bietet keine andere Ver-
hütungsform.

Andere Verhütungsmethoden?

Klar, die gibt es! Es gibt natürliche Verhütungsmethoden wie zum Beispiel
die absolute Enthaltsamkeit, die Enthaltsamkeit an den sogenannten "kri-
tischen Tagen", die Temperaturmethode oder auch den Abbruch des Ge-
schlechtsaktes kurz vor der Ejakulation des Mannes (Koitus interruptus).
Alle diese natürlichen Verhütungsmethoden erfordern sehr viel Erfahrung
und sind selbst bei sehr geübten Anwendern nicht besonders sicher.
Wesentlich mehr Sicherheit bieten dagegen die chemischen Verhütungs-
methoden. Am weistesten verbreitet ist wohl die sogenannte Pille, die-
allerdings stark in den Hormonhaushalt der Frau eingreift. Darüber hin-
aus gibt es Scheidenschaum, Zäpfchen oder auch die Spirale.
Alle diese chemischen Methoden bieten zwar einen relativ guten Schutz
vor einer ungewollten Schwangerschaft, jedoch sind sie überhaupt nicht
zum Schutz gegen Geschlechtskrankheiten und Infektionen zu gebrau-
chen.

Schützen Kondome vor Infektionen?

Als einziges Mittel zur Empfängnisverhütung schützen Kondome auch vor
Ansteckungsgefahren. Wenn Sie sich die Rubrik "Die Geschichte" einmal
genauer anschauen, werden Sie feststellen, dass Kondome sogar eigent-
lich zum Schutz vor Ansteckungen erfunden worden sind.
Die meisten Geschlechtskrankheiten treten bei uns inzwischen eher selten
auf. Reisende ins Ausland, besonders Thailand- und Afrikaurlauber, haben
aber auch heute noch mit zahlreichen Geschlechtskrankheiten zu tun.
Das in der heutigen Zeit jedoch bekannteste Problem ist die Ansteck-
ungsgefahr durch das HIV Virus (AIDS). Auch wenn offenbar der afri-
kanische Kontinent am meisten betroffen zu sein scheint, ist dieses Virus
und die daraus resultierende Gefahr allgegenwärtig.

Was ist eigentlich AIDS?

AIDS steht für "Acquired Immuno Defiency Syndrome", was soviel bedeu-
tet wie "Erworbener Immundefekt". Damit ist AIDS keine Geschlechts-
krankheit, sondern eine Virusinfektion. Als Hauptursache für AIDS gilt die
Infektion mit dem sogenannten HIV-Virus, das im Jahre 1983 entdeckt
wurde.

Wie wird das HIV-Virus übertragen?

Das HIV-Virus kann nur übertragen werden, wenn es in ausreichender
Menge vorhanden ist und direkt in die Blutbahn oder auf die Schleimhäute
gelangt. Daher besteht theoretisch keine Ansteckungsgefahr beim:

* Anhusten oder Anniesen
* beim Kuscheln, Streicheln, Umarmen oder Händedrücken
* beim Besuch derselben Bäder, Toiletten u.s.w.
* beim Gebrauch derselben Teller, Gläser und Bestecke
* beim Zusammenleben mit HIV-infizierten Menschen
* beim Küssen

Für alle genannten Punke gilt allerdings eine Einschränkung. Man muss
darauf achten, dass es keine offenen Wunden gibt, und man nicht leicht-
fertig mit dem Blut des Infizierten in Kontakt kommt. Bei gesunder Haut
kann das Blut eines HIV-infizierten Menschen keinen Schaden anrichten.
Besonders aber im Mund (z.B. beim Küssen) können wir oftmals unsere
eigenen kleinen Wunden gar nicht sehen.
Deshalb ist auch der ungeschützte Sex mit einem HIV-infizierten Men-
schen so gefährlich. Die Darm- und Vaginalschleimhäute sind sehr em-
pfindlich und können das Virus direkt aufnehmen. Vor allem während der
Menstruation (Monatsblutung, Tage, Regel) ist das Risiko einer Infektion
besonders hoch.

Das HIV-Virus wird am häufigsten durch Geschlechtsverkehr ohne
Kondom übertragen!!!!!


Ist AIDS heilbar?

Nein, AIDS ist selbst nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht
heilbar. Man kann eine HIV-Virusinfektion durch einen Antikörpertest
nachweisen. Ob der Immundefekt AIDS jedoch "zum Ausbruch" kommt
oder nicht, bzw. wann dieser Immundefekt einsetzt und wie schnell er
fortschreitet, hängt massgeblich von den Lebensumständen der Betrof-
fenen ab. Dank des medizinischen Fortschritts hat sich die Lebenser-
wartung HIV-infizierter Menschen deutlich erhöht. Verbesserte The-
rapien können die Symtome etwas verlangsamen.

Sollen wir Kondome mit in den Urlaub nehmen?

Auf jeden Fall sollten Sie Kondome von zu Hause mit in den Urlaub neh-
men. Sie können zwar inzwischen überall auf der Welt Kondome kaufen,
doch ist der bei uns gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsstandard noch
lange nicht überall verbreitet. Wenn Sie also auf Nummer Sicherheit ge-
hen wollen, vertrauen Sie lieber auf die bei uns heimische Qualität!

Haben Sie weitere Fragen? Dann mailen Sie uns!

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